Natur und Kunst in der Gemeinde Stephanskirchen während der Landesgartenschau Rosenheim 2010
Die IDEE
ist mit Naturobjekten Akzente in die Landschaft zu setzen. An sieben Tagen schaffen Künstler
Installationen in der Natur aus Steinen, Sand, Schilf, Holz und Wasser. Material und Umgebung
bestimmen die Arbeit der Künstler. Schnell entdecken Sie eine Besonderheit in der Landschaft, zum
Beispiel einen Wurzelstock, einen hohlen Baum, eine Schilfbucht. Natürliche Objekte, die jeder sehen
kann. Doch bei den Künstlern entsteht daraus eine Idee, aus der sich das Kunstwerk entwickelt.
Die Eingriffe in die Natur machen Veränderungen sichtbar. Durch Witterungseinflüsse werden
Verwandlungen erlebbar.
ChiemseeLandArt öffnet Augen und Natur und wird so zu einer Schule der Wahrnehmung.
ChiemseeLandArt hat keinen Anspruch auf Ewigkeit, aber gerade dadurch zeigt uns diese Kunst die
unendliche Schönheit der Vergänglichkeit.
Diese Idee liegt dem Projekt Natur und Kunst in der Überflutungsmulde des Inn in der Gemeinde
Stephanskirchen, während der Landesgartenschau Rosenheim 2010, zu Grunde.
Die Künstler von „ChiemseeLandArt“ arbeiten im Jahr der Landesgartenschau in Rosenheim auf dem
Gelände der Gemeinde Stephanskirchen auch unter dem Thema:
RAUM FÜR INNSPIRATION
Der ORT
das steile und dicht bewachsene Ufer des Inn, dort wo die Plätte anlegt, bietet den Künstlern einen
schmalen Streifen ursprüngliche Natur. Die ausgeräumte flache Überflutungsmulde mit den leeren
Dämmen schließt sich direkt an diese Uferbewaldung an und verlangt, dass quasi Natur in die Natur
zurückgebracht wird. Die durch diesen Gegensatz erzeugte Spannung ist „Innspiration“ für die
Künstler von ChiemseeLandArt.
Sie werden für ihre Kunstwerke den Uferstreifen des Inn, die freie Fläche der Mulde und die Dämme
nutzen, sich mit dem Wasser, sowohl des Inn also auch mit dem Teich in der Mulde, beschäftigen. Sie
arbeiten hauptsächlich mit den Materialien, die sie normalerweise an Flüssen vorfinden: Holz,
Treibholz, Wasser, Stein, Abfälle aller Art vom alten Boot bis zu Schaumstoffstücken, Stofffetzen,
Eisenstücken, die trotz allem Umweltschutz doch noch am Ufer zu finden sind.
Es entstehen Kunstwerke, die teilweise nur Stunden, manchmal Tage oder Wochen halten,
Kunstwerke, die wachsen und sich verwandeln, in seltenen Fällen überdauern sie Jahre.
Kunst entsteht, Kunst vergeht. Das ist unser Grundsatz.
Die KÜNSTLER
Johann Bachinger (Deutschland)
Aneli Jungesblut (Deutschland)
Waldemar Kufner (Österreich)
Sonja Lixl (Österreich)
Martin Rasp (Deutschland)
Wolfgang Richter (Österreich)
Johannes Stellner Deutschland)
Alois Steger (Südtirol)